EDV: Ansicht (so heisst die Funktion in Word)
Zu guter Letzt noch die »Scheißkartoffel«. Idil Baydar aka Jilet Ayşe: »Wenn ich keine Meinungsfreiheit habe, dann kann ich nicht sagen: Ihr Scheißkartoffeln, hört auf mit Leitkultur!‘ Hier aber sind alle Ayses Süßkartoffeln: ‚Ihr geht mit uns in Solidarität, und ich schwöre, ihr kriegt das tausendfach zurück.« (2017)
Korrektur: sonstiger Gewalt → sonstiger rassistischer Gewalt
Daher müsste man streng genommen zumindest »Kartoffel« und »Kartoffelfresse« nicht nur als Übersetzung für 「ドイツ人め」, sondern auch als Übersetzung für das Vertrautheit ausdrückende「お前」anführen, da sich hier eine umwertende Resignifizierung eines ursprünglich pejorativen Ausdrucks hin zur Aneignung als Vertrautheitsvokabular bzw. »Kumpelvokabular« beobachten lässt. Wer meint das träfe auch auf die »Verniggerung« zu, vergisst das »Kartoffeln« nie Sklaven waren oder sonstiger Gewalt ausgesetzt waren und ich kann nur hoffen, dass die »Verniggerung« möglichst schnell aus Wadoku verschwindet!
Leider vergaß ich die »Kartoffelfresse«, die ebenfalls noch zu ergänzen wäre. Übrigens beginnt das Buch »Kommst du Bahnhof oder hast du Auto? Warum wir reden, wie wir neuerdings reden« von Dr. Diana Marossek mit den folgenden zwei Sätzen: »»Lan, guck nisch so, Kartoffelfresse«, schleudert Paul seinem besten Freund Tom entgegen. Beide sind keine Straßenrüpel, sondern ganz normale Jugendliche von nebenan.«
Verkartoffelung, Almanisierung
»Yallah«, »Wallah«; »schwöre digga«, »ohne Scheiß digga«. Z.B. hieran erkennt man ganz gut, worin (eine spezielle) konkrete Bereicherung von dem liegt, was die Linguistin Heike Wiese als »Kiezdeutsch« bezeichnet (»Kiezdeutsch ist ein deutscher Dialekt, der das Deutsche bereichert, indem es dem Spektrum der deutschen Varietäten ein neues, vitales Element hinzufügt.«). Am Beispiel 「ぞ」zeigt sich diese Bereicherung daran, dass man diesen Partikel nicht mehr kompliziert umschreiben muss, sondern einfach übersetzen kann. Merkmal des Kiezdeutschen ist nämlich die Bildung von Partikeln, die es so vorher im Deutschen nicht gab. Eine wahrliche Vielfalt an Partikeln erhielt so Einzug ins Deutsche, z.B. »lassma« oder »musstu«: »Bei lassma und musstu handelt es sich mittlerweile um Partikel, also um eine Wortart, die sich nicht flektieren lässt. Die Entstehung von Partikeln aus ursprünglich flektierbaren Wörtern ist ein ganz natürlicher Prozess, im Übrigen momentan auch sichtbar an glaubich, das in der gesprochenen Sprache mittlerweile gleichbedeutend mit vielleicht und nicht sicher verwendet wird: Morgen regnet es glaubich.Wobei der Prozess noch in vollem Gange ist, weswegen glaubich noch nicht am Anfang des Satzes stehen kann. Auch unsere Höflichkeitsformel bitte geht auf denselben Prozess zurück, welches aus dem Verb bitten abgeleitet werden kann. Die Partikel trägt nicht mehr die Information 1. Person Singular und kann deswegen personenunabhängig verwendet werden.« Yallah, schwöre digga sind halt auch einfach Partikel (ich denke die schwanken zwischen Modalpartikel und Interjektion), die sich hier als Übersetzung deshalb anbieten, weil sowohl grammatische Funktion als auch die männlich raue Sprechweise übertragen kann. Kritiker mögen hier anmerken, dass damit aber nur ein spezifischer Ethnolekt bedient wird – ich kann dazu nur sagen, dass das nicht stimmt: Ich wohne gegenüber einer Schule in Berlin und höre täglich auch zahlreiche Kartoffelkinder »yallah« und »schwöre digga« sagen. Außerdem benutzen das nicht nur Kartoffelkinder, sondern auch viele erwachsene Kartoffeln – nicht nur im Hip Hop, sondern auf der Straße, im Späti, halt im Leben, schwöre digga man, ohne scheiß. Und damit ist es mehr als ein Ethnolekt, es ist integraler Bestandteil der Deutschen Sprache.
Auch: Weißfresse, Milchfresse
Nicht zu vergessen natürlich auch »Scheiß Deutscher« oder auch »Nazi« bzw. »Scheiß Nazi«
誤字訂正:phänomenologischen Epoché → phänomenologische Epoché
Schreibt man mit einem diakritischen Zeichen, also »Epoché«; auch, um es eindeutig von der Epoche als geschichtlichem Zeitabschnitt eindeutig abzugrenzen.
ein historischer Begriff für 呉音 Go-on, also die älteste sinojapanische Lesung. "japanische Lesung" ist die etwas verwirrende wörtliche Übersetzung
2. "japanische Lesung" ist ohne Zweifel die richtige Übersetzung aber 2. "on-Lesung" ist sicher ein Missverständnis, weil fälschlicherweise auf das zweite Kanji "on" Bezug genommen wurde. Da "wa" für "japanisch..." steht, müsste "waon" also mit "japanischer Klang", allgemeiner "japanische Aussprache, japanische Lesung" (siehe oben) und demnach mit "kun-Lesung" übersetzt werden. Oder?
Wieso denn eigentlich {ugs.} wo Wadoku doch über den Tag {Yakuza-Argot} verfügt?
Korrektur: Snythesis → Synthesis
Schutzkleidung ... wie in: マスクもガウンも足りない[...] (天声人語 26.5.2020) das sind wahrscheinlich diese Dinger, die wie ein Mantel sind, der hinten offen ist.
Haupttreffer; Jackpot (Lotterie, beim Pachinko)
zum Verb gibts auch ein Nomen はまり - unter anderem "Sitz; Passung". Und das Pachinko-Wort ハマリ
richtig: Großblättrige Steineibe (Podocarpus macrophyllus)
Korrektur: Nicht »Ganovenjargon«, sondern »ganovensprachlich«
Mal davon abgesehen, dass man ja gar nicht auf die höchstproblematische Übersetzung »Negersklave« bestehen muss, weil man ja auch einfach »schwarzer Sklave« oder »farbiger Sklave« schreiben kann und damit dann auch den aktuellen Anforderungen an politisch korrekte Sprache entsprechen kann, wäre es meinem Empfinden nach angemessen endlich mal den Tag »diskriminierend« einzuführen (den man dann auch gleich auf z.B. den Eintrag「支那」anwenden kann). Es gibt auf Wadoku die Tags »veraltet« »obsolet«, »historisch«, »vulgär, »abwertend««,»verächtlich«, die gelegentlich stattdessen verwendet werden, doch werden die erstens auf Wadoku weder wirklich nachvollziehbar noch ausreichend differenziert verwendet und trifft zweitens keiner von denen die Gewalt des Diskriminierens, weshalb man sich, wie es ja auch der Duden praktiziert, nun endlich einmal dazu entscheiden könnte, einen solchen eigens einzuführen. Insbesondere, da auf Wadoku u.a. höchstspezielle Tags kursieren, wie »Slang der Marktschreier und Diebe« (was wohl eine Übersetzung für 的屋・香具師の隠語 sein soll, aber als Tag an sich eigentlich nur wirklich Sinn machen würde, wenn man den denn auch wirklich im Bewusstsein darüber verwendet, dass es bereits die Tags »Gaunersprache«, »Geheimsprache der Gauner«, »Gaunerjargon«, »Ganovenjargon« und ja auch noch das gute alte »Yakuza-Argot« als Tags auf Wadoku gibt – worin bestehen wohl deren einzelne Unterschiede eigentlich? Auf jeden Fall wohl nicht in der Funktion für Übersichtlichkeit zu sorgen, was man von einem Tag aber eigentlich erwarten dürfen sollte.)
Für [7] finde ich auch keinen Beleg.
Mich würde einmal interessieren, ob [9] auch belegt werden kann – findet sich nämlich nicht im 日本国語大辞典. Dort findet sich nur die Angabe, dass es 「土手」im 隠語 der 駕籠屋 und 車夫仲間 ein oder zehn Sen bedeuten kann, nicht jedoch zehn an sich. Und was soll denn eigentlich die »Geheimsprache der Tsukemono- und Obst- und Gemüsehändler« sein? Gibt es eine entsprechende Kategorie auf Japanisch? Ich treffe sehr oft auf 的屋・香具師の隠語, auf 遊里隠語、ヤクザ隠語 und manchmal auch auf 車夫・ 駕籠屋の隠語。Von einem eigenen 隠語 der Obst- und Gemüsehändler habe ich als Kategorie jedoch noch nie etwas gehört...
Auch der aktuelle Duden führt dieses Wort auf, doch finden sich dort mehrere UNVERZICHTBARE Hinweise. Erstens zwei Tags: »historisch» und »diskriminierend«. Dann folgt in roter Schrift ein »Besonderer Hinweis«, daraufhin folgender Text: »Die Bezeichnung Neger gilt im heutigen Sprachgebrauch als stark diskriminierend und wird deshalb vermieden. Als alternative Bezeichnungen fungieren Farbiger, Farbige sowie Schwarzer, Schwarze; letztere Bezeichnung ist z. B. in Berichten über Südafrika vermehrt anzutreffen, wohl um eindeutiger auf die schwarze Bevölkerung (etwa im Unterschied zu Indern) Bezug nehmen zu können. In Deutschland lebende Menschen mit dunkler Hautfarbe wählen häufig die Eigenbezeichnung Afrodeutscher, Afrodeutsche, die zunehmend in Gebrauch kommt.«
Eine weitere mögliche Uebersetzung könnte so lauten: "spontan zustimmen". Korrektur der obigen Quellenangabe (Datum) : いやいや、「菊と刀」の日本人論なんて古いよ。と、否定したいところだ。が、思い当たる節がないわけではない。Quelle: 日本経済新聞、春秋蘭 vom 31.5.2020
Vielleicht so: "etwas erweist sich als zutreffend" wie im folgenden Beispiel: いやいや、「菊と刀」の日本人論なんて古いよ。と、否定したいところだ。が、思い当たる節がないわけではない。Quelle: 日本経済新聞、春秋蘭 vom 1.6.2020
Laut entry_1.6.2.xsd sollte "pos" unter "gramGrpType" seit Schemaversion 1.3 durch "posComplexType" ersetzt worden sein, und beides scheint inzwischen deprecated zu sein. Allerdings meine ich, in wadoku-xml-20200105/wadoku.xml noch eine handvoll Einträge gefunden zu haben, für die das nicht zutrifft. Dieser Eintrag hier ist so ein Eintrag. Verstehe ich das richtig oder habe ich da etwas missverstanden? IDs der betreffenden Einträge: 1216228, 4706442, 5931868, 6529475, 6535415, 6756695, 7230452, 8726949. So gefunden: grep -E '<pos' wadoku.xml | grep -oE 'id="[^"]+"' Tatsächlich scheint inzwischen eher "usg" zum Einsatz zu kommen, z.B. so: <usg type="dom">Bsp.</usg>
Zu [2]: Bloß ›Philosophisch‹ oder ›ausschlaggebend‹ ist ein wenig grob. Wie das 大辞泉 selbst anführt, handelt es sich dabei um das »Hegel‘sche Moment«. Im Deutschen geläufiger als »dialektisches Moment«. Im Englischen meist »Hegelian moment«.
思いついたこと(心に浮かんだこと)をパラパラと書く
+セグロアシナガバチ
auch プルプル, auch zittern (足がプルプル)
Rutschfestigkeit, Griff, Griffigkeit (einer Schuhsohle)
Lesung さきしん
Soul Food; Südstaatenküche
hier fehlen noch diverse Bedeutungen, unter anderem einfach "auf".
"aufmerksam sein", "gut gepflegt/gewartet sein" fehlt auch noch. Die Aufteilung der Bedeutungen verstehe ich auch nicht.
微妙に届かない - gerade so nicht heranreichen.
"Signalhund" ist eine gängigere Bezeichnung.
問い詰める | löchern
そんな固いことは言うな | "Das sollte man nicht so eng sehen!"