Wer in der Spitze Stichelei, Gemeinheit oder Sarkasmus erblickt, hat sicher nicht mehr alle Speere im Waffenschrank.
Perspektive
Ins Heidi-Zitat schlich sich ein Dreher ein, hier die richtige Version: »Ursprünglich bedeutet der Name ›Ort‹ die Spitze des Speers. In ihr läuft alles zusammen. Der Ort versammelt zu sich ins Höchste und Äußerste. Das Versammelnde durchdringt und durchwest alles. Der Ort, das Versammelnde, holt zu sich ein, verwahrt das Eingeholte, aber nicht wie eine abschließende Kapsel, sondern so, daß er das Versammelte durchscheint und durchleuchtet und dadurch erst in sein Wesen entläßt.«
Stechen und Zuspitzen ist so gesehen oft auch eine Art Ausbrechen, z.B. aus dem Verblendungszusammenhang, wenn man denn mit adornitischen Spitzen sticht. Oder auch einfach aus der Konvention, diesem Gefängnis des Geistes.
Potential des Seins. Wer hierin Sticheleien, Gemeinheiten oder Sarkasmus erblickt, hat das Wesen des Stechens und Zusptizens nicht verstanden.
Spitze des Speers. In ihr läuft alles zusammen. Der Ort versammelt zu sich ins Höchste und Äußerste. Das Versammelnde, holt zu sich ein, verwahrt das Eingeholte, aber nicht wie eine abschließende Kapsel, sondern so , daß er das Versammelte durchscheint und durchleuchtet und dadurch erst in sein Wesen entläßt.« Der frühe Heidi ist hier noch vom Wesen besessen – gleichwohl mag man im Begriff ›Ort‹ schon die späte Topologie und die Wende zum Ereignis vorausahnen. Der Ort, die Spitze, der Speer, ersticht das
Mit der ›Sarkasmus‹ betritt man also einen Bereich gänzlicher anderer Metaphorik – deswegen plädiere ich dafür hier an ›der Spitze zu bleiben‹, also einer Metaphorik, die dem japanischen Begriff entspricht. Der Akt der Zuspitzung, für den die Spitze steht, meint schließlich etwas vom Sarkasmus Grundverschiedenes, maximale Konzentration von Kraft und Aufmerksamkeit in einem Punkt, nicht zuletzt als Entfaltung des ›eigentlichen‹ Potentials. Siehe auch Heidegger: »Ursprünglich bedeutet der Name ›Ort‹ die
,das Fleisch von den Knochen abnagen, übertragen ‘bitter, grimmig verhöhnen’, zu griech. sárx, Genitiv sarkós (σάρξ, σαρκός) ‘Fleisch’, wird im 16. Jh. (mit latinisierter Endung) ins Dt. übernommen; im 18. Jh. begegnen als Nebenformen auch Sarkasmos (nach dem Griech.), Sarkasm (nach engl. sarcasm), Sarkasme (nach frz. sarcasme). sarkastisch Adj. ‘bitter, bissig, spottend, höhnisch’ (17. Jh.), griech. sarkastikós (σαρκαστικός) ‘hohnlachend, höhnend, bitter spottend’, anfangs auch sarcasmisch (17. Jh.).)
Polemik, verbaler Kampfgeist, (insbesondere aggressiv) Zuspitzen/Überspitzen. Sarkasmus hingegen ist eine Interpretation, die zwar in manchnen Fällen über den Kontext legitimiert werden kann, aber nicht notwendig zutreffen muss. Sie erscheint auch deshalb eher problematisch, da mit 嘲笑 und 冷笑 genauere Entsprechungen vorliegen. (Vgl. Pfeiffer: Hohn, bissiger Spott’. Griech. sarkasmós (σαρκασμός) ‘das Hohnlachen eines Zornigen, höhnende Rede, bitterer Spott’, abgeleitet von sarkázein (σαρκάζειν) ‘entfleischen
Auch in der Notationsform 「鋒芒」. Darüber hinaus bietet sich das Verlinken qua Synonymleiste mit 鋭鋒 und 切っ先・鋒 an.
Böte sich an qua Synonymleiste mit 鋭鋒 und 鋒鋩・鋒芒 zu verlinken.
Motiven. Wie bspw. Adornos Spitzen zu entnehmen ist, können die Spitzen selbst gerade auch auf das Einfordern eines hohen ethischen Anspruchs zurückzuführen sein – also alles andere als Sticheleien oder Gemeinheiten.
Das Wadokudaijiten hat auch einen lesenswerten Eintrag dazu, jedoch finden sich darin auch Ungenauigkeiten bzw. subjektive Zuspitzungen. Bspw. ist da auch von ›Sitchelei‹ und ›Gemeinheit‹ die Rede. Wer in einer (mitunter aggressiv auftretenden) Zuspitzung Stichelei oder Gemeinheit ausmacht, insinuiert damit zugleich ein niederes Motiv. Das ist jedoch eine Interpretation, die 鋭鋒 selbst nicht stützt, denn ist hier nur vom Angriff, seinen Mitteln (v.a. Wort und Pinsel) und seiner 勢い die Rede, nicht von seinen
Nicht Neigung zum Überspitzen, sondern einfach Überspitzung, Zuspitzung.
Virtuose 鋭鋒-Kunst kennt man in der BRD ja sehr gut in Form eines dialektischen Gewitters aus adornitischen Spitzen. Das letzte Buch, das Adorno selbst abschloss, trägt bekanntlich den Titel »Stichworte«. Er scheibt dazu u.a.: »Die Assoziation mit Polemik, die der Titel mit sich führt, ist dem Autor willkommen.« In diesem Sinne wäre auch ›Stichwort‹ eine legitime Übersetzung für 鋭鋒。
der scharfen Zuspitzung.
wörtlich ›scharfe Speer- bzw. Spießspitze‹. Davon abgeleitet dann ein scharfer Angriff selbst, eine heftige Attacke. Dies wiederum v.a. mit Worten und Schreibwerkzeug (man denke hier auch an Begriffe wie 詞鋒 und 筆鋒): also scharfe Worte, verbale Spitzen, eine scharfe Zunge, eine Verbalattacke, eine spitze/scharfe Feder. Jedoch nicht nur der konrekte Angriff selbst, sondern auch allgemeiner das Angreifen selbst. (鋭く人を責め立てること。また、その勢い。) Also auch Polemik, verbaler Kampfgeist, Neigung zum Überspitzen oder
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Tippfehler: SIcherheitsrates (mit zwei Großbuchstaben am Anfang)
besser ...fahrzeug
Aufspürung; Erkennung
müsste identisch mit der anderen Lesung sein
Ein Betonungspunkt unmittelbar nach einem ん ist ungewöhnlich, normalerweise rutscht der dann aus Aussprachgründen eine More nach vorne (hier also [4]).
Wie mein Vorposter schon geschrieben hat, wird es auch abkürzend für Dinge verwendet, die eine Fernsteuerung haben.
Wenn es im Japanischen Begriffe wie 武器統制装置、射撃統制装置 und 火器管制システム und im Deutschen Begriffe wie Waffenleitsystem, Schuss- bzw. Schießleitsystem und Feuerleitsystem gibt, dann wäre es im Sinne philologischer Präzision angemessen hier zu differenzieren, anstatt alles in einen Topf zu werfen.
Wörtlich: „Vor dem Tor (des Hauses) einen Markt veranstalten.“ = Hier geht es ja zu wie in einem Taubenschlag!
Koprostase
Gegenargument
Dreistigkeit; dreist
hervorragendes Ergebnis, hervorragende Zensur
Ich habe unbändigen Durst.
währenddessen
Frustration
Wenn nun der deutsche Begriff ›Selbstbewusstsein‹, der nicht 「自信」, sondern 「自意識」meint, im Japanischen als「自己意識」 erscheint, dann kann man ›Selbstbewusstsein‹ für 「自意識」 nur noch schwer stehen lassen. In diesem Sinne wäre ›Mangel an reflexivem Bewusstsein‹ die bessere, weil weniger irreführende Übersetzung. ›Mangel an Selbstaufmerksamkeit‹ wäre wiederum etwas anderes, nämlich 「自己認識不足」. Die akutelle Übersetzung ist nicht zuletzt deshalb problematisch, weil sie die Bedeutung「自信が足りない」 nahelegt.
häufiger scheint "lasergelenkt" zu sein
訳語 für ›{psych.} Selbstaufmerksamkeit‹
Abschuss/Abschießen (einer Panzerfaust etc)
insbesondere als philosophischer Fachbegriff im Zusammenhang mit der Philosophie des deutschen Idealismus in Verwendung
Bsp. zu [A]: 突然『ドン』という突き上げるような揺れがあった。(Erdbeben)
auch: 最終解決