N.Nach-seinem-Herzen-Sein n n; Ohne-besondere-Absicht-Sein n n. || Anfertigung f f nach seinem Herzen; Anfertigung f f ohne besondere Absicht (in Malerei und Kalligraphie).
【率意;卒意】
そつ│い2sotsui0
N.Nach-seinem-Herzen-Sein n n; Ohne-besondere-Absicht-Sein n n. || Anfertigung f f nach seinem Herzen; Anfertigung f f ohne besondere Absicht (in Malerei und Kalligraphie).
Antonyme sind 「作為」 und auch 「用意」。Ob 「率意」 wirklich auf 董其昌 zurückzuführen ist, scheint mir fragwürdig, denn gibt es ja von 張旭 (Tangzeit), – einem der Väter des 狂草 und gleichzeitig übrigens einer der acht Saufheiligen (飲中八仙) – das 『率意帖』。「率意」 ist eine Art Revolution, widerspricht es doch den klassischen Maximen wie 「意前筆後」 (衛鑠)oder 意在筆前(王羲之)。Sicher lohnt es sich auch 「率意」 mit 「写意」 zusammenzudenken – im Sinne einer Episteme, die dem Herzen, dem Geistigen
anonymous (22.08.2021)
und (auch dem Kontingenten – gegenüber dem perfekt geplanten) einen epistemischen Vorrang einräumt. Eigentlich zeigt sich die Hochschätzung des Kontingenten auch schon bei 王羲之, denn heißt es ja, dass der 『蘭亭序』besoffen so gut geling, wie er nüchtern nicht mehr rekonstruiert werden konnte. Man denke auch an den Begriff 酔墨: Besoffene Buchtstaben huschen über die Oberfläche und ertasten sich den Suff. Ihre alkolisierte Bewegung alkoholisiert den Betrachter. Schwindel, Expression, Wanken,
anonymous (22.08.2021)
rauschhafte und performative Erkenntnis: die Hand weiß mehr als der ausgebrütete Plan.
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